Fatma
Fatma Keser wurde in Nordkurdistan geboren und ist politische Bildnerin. Sie ist Mitherausgeberin des Sammelbandes „Gesichter des Politischen Islam“ (2023) und Mitgründerin der Initiative Migrantinnen für Säkularität und Selbstbestimmung. Sie ist Vorstandsmitglied von Pek Koach – Jewish-Kurdish Women’s Alliance und Madonna Mädchenkultur. Sie arbeitet zu kurdischer Geschichte, Feminismus, Islamismus, türkischem Rechtsextremismus und zu Gewalt im Namen der Ehre.
Beitrag
In Schulen, Medien und Politik wird ständig über die Gefahren von TikTok, Instagram oder Telegram diskutiert. Dabei geht es oft um Bildschirmzeit, Datenschutz oder die Frage nach Verboten und Einschränkungen. Gleichzeitig bleibt häufig unbeachtet, wie islamistische Gruppen und andere extremistische Akteure diese Plattformen nutzen, um junge Menschen zu erreichen, Gemeinschaft zu versprechen und ihre Ideologien zu verbreiten.
Oft geschieht das nicht offen, sondern über scheinbar harmlose Memes, Symbole, Videos, Musik oder Begriffe. Diese Codes dienen nicht nur der Radikalisierung, sondern können auch dazu beitragen, Betroffene einzuschüchtern, auszugrenzen oder zu isolieren. Wer sich selbst und andere schützen will, sollte diese Botschaften erkennen können.
In diesem Workshop schauen wir uns an, wie Radikalisierung auf Social Media funktioniert, welche islamistischen Bewegungen und Organisationen online aktiv sind und wie versteckte Codes erkannt werden können. Gemeinsam analysieren wir Beispiele aus dem Netz, sprechen über die Auswirkungen solcher Inhalte und entwickeln Strategien, um ihnen kritisch zu begegnen.